Prozessqualität

3. Prozessqualität

 

3.1 Kindergarteneintritt    

Der Eintritt in den Kindergarten bedeutet für die Kinder das Erschließen einer neuen Welt.

Sie verlassen das vertraute Zuhause und müssen sich auf neue Personen und die Kindergruppe einstellen.

Wir bemühen uns, gegenseitiges Vertrauen durch eine schrittweise Eingewöhnung langsam wachsen zu lassen. Aus diesem Grund beginnen wir das neue Kindergartenjahr mit einer gestaffelten Eintrittsphase. Das heißt, dass am ersten Tag nur die verbleibenden Kinder in den Kindergarten kommen. So haben diese die Gelegenheit Ferienerlebnisse zu berichten und den Kontakt zu uns Kindergartenpädagoginnen sowie zu ihren alten Freunden wieder aufzufrischen. Außerdem können sie auf die Ankunft der „Neuen“ optimal vorbereitet werden. Am nächsten Tag kommen die Anfänger dazu und ihnen gilt die Hauptaufmerksamkeit.

Durch wiederkehrende Rituale geben wir den Kindern Sicherheit und die Möglichkeit sich in der Gruppe zurechtzufinden.


Hilfen in der Eingewöhnungsphase:
 

  • Verkürzte Kindergartenzeiten in den ersten Tagen
  • Die Kinder können von zu Hause etwas Vertrautes (Kuscheltier,…) mitnehmen
  • Wir bieten dem Entwicklungsstand entsprechende Spielmaterialien an 

                  

3.2 Tagesablauf im Kindergarten 

Die Begrüßung der Kinder am Morgen ist uns besonders wichtig. Persönliche Kontaktaufnahme erleichtert dem Kind den Übergang von der Familie in den Kindergarten. So fühlt sich jedes Kind wahrgenommen und willkommen.

Damit sich die Kinder besser orientieren können, gibt es einen in groben Zügen vorgegebenen Tagesablauf.        

Eingangsphase: 7.00 Uhr bis 9.00 Uhr (danach ist die Eingangstür zugesperrt)  

Orientierungsphase: In dieser Zeit suchen sich die Kinder ihr Spielmaterial und ihre Spielpartner selber aus. Außerdem bieten wir einen Werktisch unter Anleitung einer Betreuungsperson an und sehen unsere Aufgabe auch darin, den Kindern Anregungen, Hilfestellungen und Impulse für ihr Spiel zu geben. Am Ende dieser Phase räumen die Kinder ihre Spielsachen auf.

Erste Konzentrationsphase: Gezielte Aktivitäten zu einem bestimmten Thema werden in einer Groß-, Teil- oder Kleingruppe angeboten.

Jause: Eine gesunde Jause und eine gepflegte Tischkultur ist uns sehr wichtig.

Zweite Konzentrationsphase: Hier werden oft Aktivitäten angeboten, die es den Kindern ermöglichen, ihren Bewegungsdrang auszuleben. 

Ausklang: Die Kinder haben die Möglichkeit, ihre Erfahrungen des Vormittags weiter zu entwickeln, zu festigen und zu verarbeiten. Bei guter Witterung lassen wir den Tag im Freien ausklingen.

Abholphase: 11.30 Uhr bis 13.00 Uhr
Die Kinder werden von den Eltern oder vom Bus abgeholt. Es ist uns wichtig, dass wir jedes Kind persönlich verabschieden.

 

3.3 Elternarbeit 

Wir legen großen Wert auf eine gute Zusammenarbeit zwischen Elternhaus und Kindergarten. Voraussetzung dafür ist gegenseitige Wertschätzung und eine auf Vertrauen basierende Gesprächbereitschaft. Wir sind auf den Austausch von Informationen angewiesen, denn nur so können bestimmte Verhaltensweisen der Kinder besser verstanden werden.

 

Elternarbeit bei uns im Kindergarten: 

  • Tür- und Angelgespräche
  • Elterngespräche
  • Elternabende
  • Elternbriefe und Informationen
  • Mitarbeit der Eltern bei diversen Veranstaltungen
  • Kindergartenzeitung 

 

3.4  Öffentlichkeitsarbeit 

Wir versuchen der gesamten Bevölkerung Einblick in das Kindergartengeschehen zu geben und machen unsere Arbeit durch folgende Aktivitäten transparent: 

  • Diverse Feste und Feiern im Freizzeitzentrum
  • Erntedankfeier und Martinsfeier im Altersheim
  • Teilnahme an der Erntedankprozession
  • Martinsumzug
  • Besuche bei diversen Sponsoren
  • Mitwirken bei öffentlichen Anlässen
  • Berichte in den Medien

 

3.5 Integration  

Beim Thema Integration geht es uns nicht um ein Gleichmachen, sondern um ein tolerantes Miteinander trotz individueller und kultureller Unterschiede. Es ist uns ein Anliegen zwischen einheimischen Kindern und Kindern aus anderen Ländern und Kulturen zu vermitteln, Vorurteile abzubauen und somit Diskriminierung und Ausgrenzung entgegenzuwirken. Bei der Einzelintegration ist es uns wichtig Kinder mit erhöhtem Förderbedarf zu unterstützen. Diese erhalten nach Abklärung durch Spezialisten eine individuell abgestimmte Betreuung.
Zur Unterstützung der Kindergartenpädagogin steht eine Stützkraft zur Verfügung. Wir arbeiten weiters mit der mobilen Fachberaterin für Integration des Landes Tirol, den verschiedenen Therapeuten sowie den betroffenen Eltern zusammen, denn nur so kann eine gelungene Integration stattfinden.

 

3.6 Feste feiern     

Feste verändern den Alltag und sind freudige Ereignisse, die den Tagesablauf bereichern. Das Feiern von Festen ist wesentlich für die emotionale Entwicklung eines Kindes. Außerdem gewinnt das Kind im festlichen Tun Einblick in den Sinn eines Festes und lernt verschiedene Bräuche und Symbole kennen.                                                                         

        

 

3.7 Übergang vom Kindergarten in die Schule

Im Leben eines Kindes ist der Schulanfang ein besonderes Ereignis. Am Übergang vom Kindergarten in die Schule sind vorallem die Kinder, ihre Eltern sowie die pädagogischen Fachkräfte aus Kindergarten und Schule beteiligt. Wir gestalten im Rahmen unserer Möglichkeiten diese Übergänge mit. Deshalb stehen wir im ständigen Kontakt mit den Neustifter Volksschulen. Die Angebote, die wir während dem gesamten Kindergartenjahr setzen, führen dazu, dass die Kinder ganzheitlich gefördert         werden und dadurch die körperliche, soziale, emotionale und intellektuelle Schulreife erlangen.   

 

3.8 Dokumentation unserer pädagogischen Arbeit 

Schriftliche Planung und Reflexion sind der Grundstein für unsere pädagogische Arbeit. Unsere schriftliche Vorbereitung orientiert sich am `Bundesländerübergreifenden Bildungsrahmenplan für elementare Bildungseinrichtungen in  Österreich.         Es ist die Aufgabe jeder Pädagogin, sich mit der jeweiligen Gruppensituation auseinanderzusetzen. Dies umfasst Angaben zur Gruppenstruktur, zur familiären Situation und zu örtlichen Gegebenheiten.

 

3.9 Zusammenarbeit mit Institutionen und  Bildungsanstalten 

Im Laufe eines Kindergartenjahres kooperieren wir mit folgenden Einrichtungen: 

  • Polizei und ÖAMTC (Verkehrserziehung) 
  • Pfarre Neustift (diverse Feste und Feiern) 
  • Skischule (Skikurs) 
  • Tourismusverband (Schwimmbad, Eislaufplatz…) 
  • RAIBA (Weltspartag) 
  • Bildungsanstalten für Kindergartenpädagogen/innen (Praktikantinnen) 
  • Hauptschule Neustift/Polytechnischer Lehrgang (Schnupperschüler) 
  • Hort (Nachmittagsbetreuung) 
  • Exkursionen (Feuerwehr, Weberei, Bauernhof…) 
  • Busunternehmen (Kindertransport) 
  • Fotograf (Fotoserien)